
Sternschnuppen
[Text: Tatsurou Musik: Miya]
Winzige Blüten übernachten auf den Eisenbahnschwellen, sie liegen nebeneinander in einer Reihe auf den rostigen Schienen
Ich laufe mit nackten Füßen über die Wiesen, als ich plötzlich den Sternenhimmel betrachten muss, an dem kein Mond steht
Ein Panorama aus sich ergießenden Sternschnuppen, ein Funkeln aus zehntausenden von Lichtjahren
Das Glitzern der griechischen Mythen streicht den klaren Himmel in dunkles Blau
Mit nassen Zehenspitzen laufe ich mit dir an der Hand, mit deinen schmutzigen Handflächen,
dabei schaue ich zum Himmel
Ich vergesse die wirklichen Farben der Landschaft, die du liebtest, nicht!
Aber dazu ist der Sternennebel gegenwärtig zu grell
Meine zitternde Liebste lässt sich unter Tränen durch den Kopf gehen,
dass diese Hände, die uns verbinden, so warm wie voller Traurigkeit sind
Vergiss nicht die Schönheit der kommenden Zeit, die du in deinen Träumen gesehen hast
Die Schar der Sternschnuppen, all die verglühenden Sterne, lässt dich lächeln1
Zieh mich doch zur Rechenschaft, weil ich deinen Himmel bedecke
Ob du wohl zum Himmel blickst und das jetzt denkst?
Meine zitternde Liebste lässt sich unter Tränen durch den Kopf gehen,
dass diese Hände, die uns verbinden, schwach werden bis sie kraftlos sind2
Deine Tränen, die du vergießt, erhalten die Gestalt von Sternschnuppen
Dieser Himmel ist ausgefüllt und verbraucht, durch die Sternschnuppen hat er sich gewandelt
Die Sterne, sie malen den klaren Himmel und die Schienen werden nass vom nächtlichen Nebel
Auf den Eisenbahnschwellen, die anfangen zu Staub zu zerfallen, übernachten die vierblättrigen, weißen Blüten mit ihrem vergänglichen Leben
Wie sich verbundene Hände nicht voneinander lösen können...
Wie sich verbundene Finger nicht voneinander trennen können...
Über unseren Köpfen ergießen sich die Sternschnuppen, vollends wie ein frühsommerlicher Regenschauer oder ein Sprühregen im Herbst
Ich gehe mit nackten Füßen auf dem Boden der Gewissenhaftigkeit und verfolge eine Fährte zu jenen Schienen Deine Hände, die mit den meinen3 verbunden sind, sind warm
Die schmutzigen Handflächen
Ich laufe unter einem Panorama aus pausenlos regnenden Sternschnuppen mit nassen Zehenspitzen
Wie eine unmögliche Lösung verbundener Hände voneinander...
Wie verbundene Herzen nicht voneinander losgerissen werden können...

1 die Zeile “ryuusei no mure kieta hoshitachi kimi no egao“ heißt wörtlich “Die Schar der Sternschnuppen, die verglühenden Sterne, dein lächelndes Gesicht“
2 etwas frei übersetzt! „...hosoku chikara naku“ bedeutet „dünner werden, ohne Kraft“
3 steht so nicht geschrieben, ist daher eine Interpretation meinerseits
Übersetzt von Miyabi.
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